GREIX-Index: Preisdynamik bei Wohnimmobilien lässt deutlich nach
Der aktuelle German Real Estate Index (GREIX) zeigt laut Haufe Immobilien, dass sich Wohnimmobilien in Deutschland kaum noch verteuern. In einigen Städten sind die Preise sogar rückläufig, etwa in Stuttgart und Frankfurt am Main. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Mehrfamilienhäusern, die aktuell günstiger gehandelt werden als zuvor. Der Index, der auf tatsächlichen Transaktionsdaten basiert, gilt als einer der verlässlichsten Indikatoren für die Preisentwicklung auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt und deutet darauf hin, dass die jahrelange Aufwärtsdynamik an den meisten Standorten spürbar an Schwung verliert.
Quellen: Haufe Immobilien
Berlins Arbeitersiedlungen: Neuvermietungen werden für Bestandsmieter unbezahlbar
Eine Analyse von Immowelt, über die auch Haufe Immobilien berichtet, zeigt eine deutliche Verschärfung der Wohnkostensituation in Berlin. Untersucht wurde die Warmmiete einer 90-Quadratmeter-Wohnung im Verhältnis zum verfügbaren Haushaltseinkommen einer dreiköpfigen Familie in 93 Berliner Ortsteilen. Das Ergebnis: In 89 von 93 Ortsteilen übersteigen Neuvertragsmieten mittlerweile 30 Prozent des Familieneinkommens – jener Schwelle, ab der Wohnkosten als belastend gelten.
Besonders betroffen sind laut der Auswertung klassische Arbeitersiedlungen und Großsiedlungen am Stadtrand wie Gropiusstadt und Britz, die traditionell als bezahlbare Wohnstandorte galten. Die Entwicklung wird von beiden Quellen als eine Form der Gentrifizierung beschrieben, bei der ansässige Familien sich Neuverträge im eigenen Kiez nicht mehr leisten können, selbst wenn sie nicht umziehen wollen. Die Daten verdeutlichen, dass der Berliner Wohnungsmarkt inzwischen praktisch flächendeckend angespannt ist und die Neuvermietungspreise sich zunehmend von den lokalen Einkommen entkoppeln.
Quellen: Haufe Immobilien , Immowelt – Presse
BGH stärkt Vermieter bei Mietpreisbremse: Fehlende Vormieter-Auskunft wirkt nicht fort
Der Bundesgerichtshof hat laut Haufe Immobilien in einem aktuellen Urteil klargestellt, dass eine versäumte Auskunft an einen Vormieter im Rahmen der Mietpreisbremse keine Auswirkungen auf den nachfolgenden Mietvertrag hat. Konkret ging es um die Pflicht des Vermieters, den Vormieter über durchgeführte Modernisierungsmaßnahmen zu informieren, wenn diese die zulässige Miethöhe beeinflussen. Versäumt der Vermieter diese Auskunft gegenüber dem Vormieter, sanktioniert dies laut BGH ausschließlich dieses Vormietverhältnis.
Für den nachfolgenden Mietvertrag bleibt die versäumte Auskunft ohne Konsequenzen – die dort zulässige Miethöhe wird davon nicht berührt. Das Urteil schafft Rechtssicherheit für Vermieter bei Mieterwechseln und dürfte praktische Bedeutung für zahlreiche Streitfälle rund um die Mietpreisbremse haben, in denen Nachmieter versucht hatten, sich auf Versäumnisse gegenüber ihren Vorgängern zu berufen.
Quellen: Haufe Immobilien
CO2-Kostenaufteilungsgesetz: Vermieter mit fossilen Heizungen müssen künftig mehr zahlen
Mit der Reform des CO2-Kostenaufteilungsgesetzes (CO2KAG) verschiebt sich die Kostenlast bei fossilen Heizsystemen deutlich zulasten der Vermieter, wie Haufe Immobilien berichtet. Vermieter, die weiterhin auf Gas- oder Ölheizungen setzen, tragen künftig 50 Prozent der CO2-Kosten selbst. Das bisherige Stufenmodell, das die Kostenverteilung an die energetische Qualität des Gebäudes koppelt, bleibt zwar grundsätzlich bestehen, doch die Belastung verschiebt sich spürbar zugunsten der Mieter.
Die Reform setzt damit einen zusätzlichen finanziellen Anreiz für Vermieter, in energetische Sanierung und den Umstieg auf klimafreundlichere Heizsysteme zu investieren, da die CO2-Kosten bei fossilen Anlagen nun deutlich stärker zu Buche schlagen als bisher.
Quellen: Haufe Immobilien
Bundesweite Solarpflicht ab 2027: Neue Vorgaben nach § 106 GModG
Ab 2027 müssen laut Haufe Immobilien neue öffentliche Nichtwohngebäude in Deutschland erstmals verpflichtend mit Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen ausgestattet werden. Ab 2030 wird diese Pflicht auch auf neue Wohngebäude ausgeweitet. Rechtsgrundlage ist der neue § 106 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG), der zugleich regelt, unter welchen Voraussetzungen Bauherren von dieser Pflicht befreit werden können.
Die bundesweite Solarpflicht markiert einen wichtigen Schritt in der schrittweisen Verschärfung energetischer Vorgaben für Neubauten und dürfte Planer, Bauträger und Investoren bereits jetzt bei der Vorbereitung künftiger Bauprojekte beeinflussen, da entsprechende Vorlaufzeiten für Planung und Genehmigung eingerechnet werden müssen.
Quellen: Haufe Immobilien
Neues Heizungsgesetz vor dem Bundesverfassungsgericht
Die Deutsche Umwelthilfe kündigt laut Haufe Immobilien an, im September Verfassungsbeschwerde gegen das neue Heizungsgesetz einzureichen. Offiziell firmiert das Gesetz als Gebäudemodernisierungsgesetz und ist Ende Juli teilweise in Kraft getreten. Die geplante Klage vor dem Bundesverfassungsgericht richtet sich gegen zentrale Bestimmungen des Gesetzes.
Sollte die Verfassungsbeschwerde Erfolg haben, könnte dies erhebliche Unsicherheit für Eigentümer, Vermieter und die Bauwirtschaft schaffen, die ihre Investitionsentscheidungen bereits an den neuen gesetzlichen Vorgaben ausrichten. Der Ausgang des Verfahrens dürfte damit eine der wichtigsten regulatorischen Weichenstellungen für die Immobilienwirtschaft in den kommenden Monaten sein.
Quellen: Haufe Immobilien
KfW-Förderung für barrierefreien Umbau vorzeitig ausgeschöpft
Das KfW-Programm 455-B zur Förderung von barrierearmem Wohnen ist laut Haufe Immobilien bereits wieder ausgesetzt. Erst am 8. April war das Bundesprogramm neu gestartet worden, doch Ende Juli waren die für 2026 vorgesehenen Fördermittel bereits vollständig ausgeschöpft. Neue Anträge sind derzeit nicht mehr möglich.
Für Eigentümer, die einen barrierefreien Umbau planen, bedeutet dies, dass sie sich kurzfristig nicht mehr auf diese Förderung verlassen können und alternative Finanzierungswege oder eine spätere Wiederauflage des Programms abwarten müssen. Der wiederholt schnelle Mittelabruf zeigt die hohe Nachfrage nach Zuschüssen für altersgerechtes und barrierefreies Wohnen in Deutschland.
Quellen: Haufe Immobilien
Immobilien am Wasser als Geldanlage: Seegrundstücke trotzen der Marktabkühlung
Eine Analyse von Von Poll Immobilien, über die Haufe Immobilien berichtet, hat die Kaufpreisentwicklung an 23 deutschen Seen untersucht, darunter Tegernsee, Wannsee und Bodensee. Die Auswertung zeigt, dass Immobilien in Wasserlagen sich der allgemeinen Abkühlung des Wohnimmobilienmarktes weitgehend entziehen und teils deutliche Wertsteigerungen verzeichnen.
Ergänzend meldet ImmoScout24 in seinem WohnBarometer eine gegenläufige Entwicklung auf Sylt: Seit 2022 wächst dort das Angebot an Bestandshäusern deutlich stärker als im übrigen Deutschland und auch stärker als an anderen hochpreisigen Standorten wie Starnberg oder Rottach-Egern. Diese wachsende Verkaufsbereitschaft auf der Insel steht im Kontrast zu den Wertsteigerungen an vielen anderen deutschen Seen und deutet auf eine Marktbesonderheit an einem der teuersten Wohnstandorte Deutschlands hin.
Quellen: Haufe Immobilien , ImmoScout24 – Presse/WohnBarometer
KI in der Immobilienwirtschaft: Datenqualität als Flaschenhals
Mehrere aktuelle Beiträge von Haufe Immobilien beleuchten den Stand der Digitalisierung in der deutschen Immobilienbranche. In einem Interview mit Daniel Bruder, Senior Manager Infrastructure & Real Estate bei Deloitte Consulting, geht es um die Frage, wie sich Daten aus IT-Silos befreien und über Speziallösungen hinweg verknüpfen lassen – ein Thema, das angesichts der wachsenden Zahl an Speziallösungen neben dem klassischen ERP-System an Bedeutung gewinnt. Im begleitenden L'Immo-Podcast vertieft Bruder gegenüber Host Iris Jachertz die These, dass das IT-Ökosystem der Wohnungswirtschaft heute deutlich größer ist als ERP und entsprechend ganzheitlich gedacht werden muss.
In einem weiteren Beitrag warnen drei von Haufe Immobilien befragte Experten, die Branche befinde sich beim Thema Künstliche Intelligenz bereits „fünf nach zwölf“. Entscheidend sei nicht in erster Linie die eingesetzte Software, sondern die Fähigkeit der Unternehmen, Daten, Prozesse und Organisation überhaupt auf den KI-Einsatz vorzubereiten. Diese Einschätzung deckt sich mit einer parallelen Entwicklung in den USA: Laut Propmodo berichtet Mike Sroka, CEO von Dealpath, dass Unternehmen KI zwar breit einsetzen, ihr aber bei folgenreichen Entscheidungen noch wenig vertrauen, da eine belastbare Datenstrategie fehlt. Diese Verifikationslast – jede KI-Ausgabe muss gegengeprüft werden – schmälert laut Sroka die tatsächlichen Effizienzgewinne erheblich, solange keine strukturierten, verlässlichen Datengrundlagen existieren. Chase Garbarino, CEO von HqO, ergänzt, dass eine gut organisierte Datenbank in der Immobilienbranche stets einen Hebeleffekt biete. Die deutschen und amerikanischen Stimmen zeichnen damit ein übereinstimmendes Bild: Der Flaschenhals für echten KI-Mehrwert liegt nicht in den Modellen selbst, sondern in der Dateninfrastruktur der Unternehmen.
Quellen: Haufe Immobilien , Haufe Immobilien , Haufe Immobilien , Propmodo
Lichtsteuerung und Robotik: Neue Effizienzhebel für Gebäudebetrieb
Die verschärfte europäische Gebäuderichtlinie (EPBD) rückt laut Haufe Immobilien die intelligente Lichtsteuerung in Nichtwohngebäuden in den Fokus. Sie gilt zunehmend als zentrale Maßnahme, um die verschärften Energieeffizienzanforderungen nachzuweisen, ESG-Ziele zu erfüllen und Betriebskosten dauerhaft zu senken.
Parallel dazu zeigt ein neues Whitepaper des Marktforschungsunternehmens Lünendonk, über das Haufe Immobilien berichtet, das Potenzial von Servicerobotik im Facility Management auf. Anwendungsfelder reichen von Reinigung über Logistik bis zu Grünpflege und Sicherheit; das Whitepaper liefert zudem konkrete Hinweise für einen erfolgreichen Robotik-Einsatz im Immobilienbetrieb. Beide Entwicklungen verdeutlichen, wie technologiegetriebene Effizienzmaßnahmen zunehmend Einzug in den laufenden Gebäudebetrieb halten.
Quellen: Haufe Immobilien , Haufe Immobilien
Bauabfälle reduzieren: Planung und Logistik als Hebel für die Bauwirtschaft
Eine Studie der TU Braunschweig, über die Haufe Immobilien berichtet, zeigt, dass ein Großteil der in der Bauwirtschaft anfallenden Abfälle vermeidbar wäre. Hauptursachen sind Überbestellungen, Verschnitt und Transportschäden. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass bessere Planung, optimierte Logistik sowie Rücknahmesysteme für Baumaterialien sowohl Kosten als auch Rohstoffverbrauch und CO2-Emissionen spürbar senken können.
Die Ergebnisse liefern der Bauwirtschaft konkrete Ansatzpunkte, um Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft stärker in den Bauprozess zu integrieren, gerade vor dem Hintergrund knapper werdender Rohstoffe wie Kies.
Quellen: Haufe Immobilien
Betriebliches Gesundheitsmanagement als strategischer Hebel für Immobilienunternehmen
Ein Beitrag von Haufe Immobilien beschreibt betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) als strategischen Hebel für Leistungsfähigkeit und Arbeitgeberattraktivität in der Immobilienwirtschaft. Viele Immobilienunternehmen seien bereits näher an einer wirksamen Best Practice, als ihnen bewusst sei – oft fehle lediglich ein formaler Rahmen, um bestehende Ansätze zu systematisieren.
Angesichts des Fachkräftemangels und wachsender ESG-Anforderungen gewinnt BGM als Instrument zur Mitarbeiterbindung und -gesundheit zunehmend an Bedeutung für Immobilienunternehmen, die sich im Wettbewerb um qualifiziertes Personal behaupten müssen.
Quellen: Haufe Immobilien
Workplace-Trends: Büros setzen verstärkt auf soziale Begegnungsflächen
Eine CBRE-Studie, über die Haufe Immobilien berichtet, zeigt, dass Unternehmen ihre Büroflächen zunehmend auf soziale Verbindung statt auf klassische Einzelarbeitsplätze ausrichten. Amenity-Flächen boomen, während Einzelarbeitsplätze schwinden. Künstliche Intelligenz beschleunigt diesen Wandel zusätzlich, da repetitive Einzelaufgaben zunehmend automatisiert werden und Büros stärker als Orte für Kollaboration und Begegnung gestaltet werden.
Diese Entwicklung dürfte langfristig auch die Flächenplanung und Vermietungsstrategien von Bürogebäuden in Deutschland beeinflussen, da Mieter verstärkt Wert auf Gemeinschaftsflächen statt reiner Schreibtischkapazität legen.
Quellen: Haufe Immobilien
Interhyp beruft neuen Chief Sales Officer
Die Interhyp AG hat laut einer Pressemitteilung Ingo Foitzik zum neuen Chief Sales Officer (CSO) berufen. Foitzik übernimmt die Position zum 1. Oktober und verantwortet künftig den gesamten Vertrieb des Unternehmens, von der Kundengewinnung über die Beratung im Privatkundengeschäft bis hin zu weiteren Vertriebsbereichen.
Die Personalie ist für den deutschen Finanzierungsmarkt relevant, da Interhyp als einer der größten Vermittler privater Baufinanzierungen in Deutschland gilt und Führungswechsel im Vertrieb Signalwirkung für die strategische Ausrichtung im Wettbewerb um Baufinanzierungskunden haben können.
Quellen: Interhyp – Presse/Zinsupdate
Klimaanlagen und Wärmepumpen: VNW warnt vor überhasteten Lösungen
Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), warnt laut Wohnungswirtschaft-heute davor, Mieterinnen und Mietern private mobile Klimageräte als Lösung gegen sommerliche Hitze zu empfehlen. Solche Geräte verursachten angesichts hoher Strompreise erhebliche Kosten, zudem seien viele örtliche Stromnetze für einen massenhaften Betrieb nicht ausgelegt, was im schlimmsten Fall zu Netzüberlastungen führen könne.
Breitner plädiert stattdessen dafür, beim Einbau von Wärmepumpen auch deren Kühlfunktion im Sommer zu nutzen, sofern sie mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben werden. Soziale Vermieter in Norddeutschland hätten in den vergangenen zehn Jahren bereits mehr als sechs Milliarden Euro in die energetische Sanierung ihrer Wohngebäude investiert. Ein Vorziehen der Klimaneutralität von 2045 auf 2040 würde laut VNW-Experten die Mieten zusätzlich um mindestens einen Euro pro Quadratmeter erhöhen, was viele Haushalte finanziell überfordern könnte. Breitner fordert daher einen Fokus auf effiziente, regenerative Wärme- und Stromerzeugung sowie eine moderne Netzinfrastruktur, da VNW-Unternehmen aktuell teils erhebliche Verzögerungen beim Anschluss neuer Wärmepumpen erleben, weil die Kapazität der Stromnetze nicht ausreicht.
Quellen: Wohnungswirtschaft-heute